Es ist Muttertag − das bedeutet, Kirmes in Beiershausen.
Seit 1923 ist am zweiten Sonntag im Mai Muttertag und schon fast traditionell findet die Kirmes in Beiershausen seit nahezu 25 Jahren an diesem Wochenende statt. Natürlich wird dieses Fest schon wesentlich länger im Ort gefeiert. 1332 wurde Beiershausen erstmals urkundlich erwähnt. Ob die Kirmesgeschichte auch soweit zurück reicht, ist leider nicht ausreichend erwiesen. Aus den Erzählungen der Dorfältesten, die auch heute noch gerne das Fest besuchen, geht jedoch hervor, dass die Kirmes eine feste Institution im Dorf ist, solange man zurückdenken kann. So fand die Kirmes viele Jahre in dem einzigen Beiershäuser Gasthof Göbel statt, der an der Stelle der heutigen Straßenunterführung stand und im Jahr 1968 dem Ausbau der B62 weichen musste. Seitdem wird die Kirmes in einem Zelt gefeiert, das übergangsweise westlich der Straße nach Kerspenhausen aufgestellt wurde. Durch den Bau des Bolzplatzes im Jahr 1976 hat auch die Kirmes wieder einen festen Platz im Ort gefunden. In viel Eigenleistung ist der Platz durch die Burschenschaft und den Ortsbeirat über die Jahre hinweg gepflegt und Instand gehalten worden.

Naturgemäß sind die Interessen und Erwartungen der Generationen an so ein Fest unterschiedlich. Den Kirmesburschen und -mädchen gelingt es jedoch jedes Jahr, ein abwechslungsreiches Programm zu gestalten, so dass für jeden etwas dabei ist. Neben der Disconacht für die Jugend und dem Kirmestanz oder auch Kirmesrock für die Burschenschaften und die älteren Semester bieten das so genannte Kirmesantrinken (Dorfabend) mit Programm- und Showeinlagen der Kirmesburschen und -mädchen sowie der Familiensonntag mit Frühschoppen, gemeinschaftlichem Mittagessen und einem bunten Nachmittag mit Kaffee, Kuchen und Spielen für Jung und Alt die Möglichkeit eines kommunikativen Miteinanders aller Generationen. So erfüllt die Kirmes vor allem dem Zweck, die Kommunikation zwischen Jung und Alt aufrecht zu erhalten und trägt aktiv zu einem harmonischen Dorfleben bei. 
Auch wenn die Kirmestage nicht gerade die ruhigsten Tage in dem ansonsten friedlichem Dorf sind, findet die Veranstaltung breite Unterstützung in der Bevölkerung. Jeder der etwas beisteuern kann, tut dies wie selbstverständlich, ob Traktoren, Anhänger, Maschinen, Holzpfähle, Spielgeräte oder einfach nur einen kräftigen Handgriff. Nicht zuletzt die zahlreichen Kuchen, welche die Beiershäuser Frauen und Mütter für das sonntägliche Kuchenbuffet backen. Natürlich vergessen die Kirmesburschen den Ehrentag der Mütter nicht, so wird schon seit vielen Jahren am Sonntag durch den Kirmesvater den anwesenden Müttern eine Rose überreicht. 
Die Kirmes in Beiershausen ist zwar der Höhepunkt im Veranstaltungsjahr, jedoch organisieren die Kirmesburschen auch das Weihnachtsbaumverbrennen (Hutzelfeuer), welches seit mehreren Jahren schon fast traditionell im Januar stattfindet. 
Es wird an der gemütlichen Feuerstelle des Bolzplatzes ausgerichtet und findet jährlich große Zustimmung durch die Einwohner das Dorfes und der Nachbarorte. Bei der gemütlichen Atmosphäre des Lagerfeuers werden Informationen ausgetauscht und das Veranstaltungsjahr der Kirmesburschen eröffnet. 
Des weiteren steht die Burschenschaft auch immer gerne für Geburtstage, Hochzeiten, usw. zur Verfügung. Dort haben Sie in den vergangenen Jahren oftmals das Servicepersonal gestellt. Dies wurde von den Einwohnern von Beiershausen gerne in Anspruch genommen und immer zur vollsten Zufriedenheit durchgeführt. 
Außerdem unterstützt die Burschenschaft Beiershausen seit mehreren Jahren die Veranstaltungsagentur Harth & Saager. Bei Veranstaltungen. wie dem bekannten Live Jazz und der Kneipentour in Bad Hersfeld, konnten die Kirmesburschen, mit der großen Anzahl Ihrer Mitglieder, Beitrag für einen erfolgreichen Verlauf der Veranstaltungen leisten. 
Ein Dankeschön geht an alle Mitglieder der Kirmesburschen Beiershausen und deren Helfer, welche sich Jährlich mit selbstverständlichen Einsatz bemühen alle Feste, Feten und Veranstaltungen neben Ihrem Arbeitsleben, Ihrer kostbaren Freizeit und der Familie ehrenamtlich zu organisieren. Zu oft ist es notwendig den kostbaren Urlaub für die Belange der Burschenschaft zur Verfügung zustellen. Dies bedarf große Anerkennung. Vielen Dank!! 
